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Klimaneutralität bis 2045 – Internationaler Kontext und Folgen für Deutschland
Der Klimawandel und die weltweite Klimadiskussion drohen einen Verlauf zu nehmen, auf den die EU und Deutschland keine Antwort haben. Die globale Durchschnittstemperatur steigt kontinuierlich, die zunehmende Zahl an Klimaschutz-Gerichtsurteilen und ambitionierte Klimaregulierungen ändern nichts am 80 %-igen fossilen Anteil am weltweiten Energiemix.
Während die Welt sich auf die Überschreitung des 1,5–2 Grad-Temperaturgrenzwertes einstellt, halten die EU und Deutschland mit aller Kraft an einer Politik fest, die das verhindern soll. Vorläufiger Höhepunkt ist das jetzt im Grundgesetz verankerte Ziel, die Klimaschutz-Investitionen aus dem neuen Sondervermögen an das Ziel Klimaneutralität bis 2045 zu binden. Aber was geschieht, wenn Deutschland alles Erforderliche zur Einhaltung der 1,5–2 Grad-Schwellen tut, sie aber dennoch – wie global absehbar ist – überschritten werden?
Deutschland schlägt mit seiner ambitionierten und strikten Klimapolitik einen Weg ein, der sich von den meisten anderen Staaten unterscheidet. Er kann nur erfolgreich sein, wenn er mit einer umfassenden, marktwirtschaftlich orientierten Technologie-Offensive in allen Bereichen beschritten wird.